NÄHE 4.0

Ein experimentales Theaterformat
Auf einem Kreuzfahrtschiff werden Menschen von einem neuartigen Virus bedroht. Die Passagiere dürfen nicht mehr von Bord, sondern werden in kleinen Gruppen in unterschiedlichen Bereichen des Schiffs isoliert. Sie sind gezwungen, auf Mindestabstand, die lähmende Zeit der Ungewissheit miteinander auszuhalten.

Die Ökoaktivistin Elke, der rechtslastige Vertriebler Kai und Syabend, ein Geflüchteter, der vor seiner Vergangenheit davon läuft, müssen sich den Platz teilen mit dem vom Leben gebeutelten Koch Hans, der psychisch kranken Patrizia und dem verpeilten Exoberbürgermeister Strelczykci.

Da prallen Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können; da begegnen sich Lebensentwürfe, die miteinander nicht kompatibel sind. Und so versuchen die Protagonisten sich selbst ins beste Licht zu stellen, die Anderen für die eigenen Zwecke zu manipulieren und in Schach zu halten. In ihren Vorstellungen voneinander gefangen, versuchen sie Nähe herzustellen und provozieren im 2. Akt einander, bis der Konflikt dramatisch eskaliert.

Ein experimentales Theaterformat
Die Zuschauer sind während des Stücks dazu eingeladen, den eigenen Standpunkt zu reflektieren, sich in die Charaktere der Protagonisten hineinzuversetzen und sich auszutauschen. Dann, wenn der Konflikt alles zu zerstören droht, sollen die Zuschauer Lösungsvorschläge für die aussichtslose Lage der Menschen in Quarantäne entwickeln. Ihre Ideen werden von den Schauspielern aufgegriffen und ausprobiert. Gelingt es dadurch den Verlauf des Stücks positiv zu beeinflussen?