Wider die Tragik des Denkens

- oder: wenn man den eigenen Horizont nicht überschreitet.

Wir quetschen das ganze Universum in unser kleines Gehirn und denken, wir hätten die Größe, die Tiefe und Weisheit des Alls verstanden.
Welch eine Anmaßung.

Wir erschaffen uns unsere beschränkten Lebensumstände und verbarrikadieren sie aus Angst, dass man sie uns wieder nehmen könnte, hinter hohen Zäunen. Wir halten sie für das wahre Leben.
Welch eine Ironie.

Wir schauen in uns selbst hinein und entdecken dort komplexe biochemische Prozesse, Projektionen, Gedanken und Affekte. Wir meinen zu wissen, wer wir sind und wie wir ticken.
Welch eine Kurzsichtigkeit.

Wir ziehen Rückschlüsse von unserer kleinen selbst kreierten Welt auf die gesamte Wirklichkeit und wollen, dass diese unserer Sichtweise entspricht.
Welch eine Arroganz.

Wir denken logisch und analytisch, kritisch und selbstreflexiv und glauben dadurch den Geist zu beherrschen. Dabei haben wir nur einen winzigen Zipfel des Geistes ergriffen, der uns schon wieder entgleitet.
Welch ein Irrtum.

Wir erschaffen uns einen Gott nach unserem eigenen Bild und sind – wie nicht anders zu erwarten – enttäuscht von ihm. Wir schaffen ihn wieder ab und verlegen stattdessen die Göttlichkeit in die eigene Psyche, um das Gefühl göttlicher Allmacht zu erheischen.
Welch eine Überheblichkeit.

Wir wollen voran, machen Karriere, pflegen unser Image, konkurrieren miteinander, streben nach Besitz, Ruhm und Macht. Alles um ein wenig Glück zu erlangen. Dabei ignorieren wir die Quelle allen Lebens, die tief in uns selbst entspringt.
Welch ein Trauerspiel.

Wir glauben, wir sind im Besitz der Wahrheit und die anderen hätten Unrecht. Dabei merken wir nicht, dass unsere Sicht auf die Wahrheit nur eine kleine, fehlbare und eingeschränkte Sichtweise ist, die dem entsprungen ist, was wir zuvor erschaffen haben.
Welch eine Tragik.

Wir sollten die Brutstätte all dieser tragischen Irrtümer entlarven.


Bist du bereit dafür, dein Denken zu hinterfragen, dich zu öffnen für eine neue Sicht auf dich selbst, die anderen und die Welt?

Bist du bereit das Tor zur Welt ein wenig zu öffnen?

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