Es dauert verdammt lange

bis man jung wird.

Zuschauerstimmen zum Stück “Es dauert verdammt lange,  bis man jung wird” aus dem Gästebuch:

“….der Funke ist übergesprungen und es war “hörbar”, Zuschauer lebten das Spiel mit. Glaubhaft und konsistent war die Sprachfindung und Verständnisfindung zwischen den Generationen von den zwei Schauspielern rübergebracht.”

“…lebensnahe Story, tiefsinnige Dialoge, großartig gespielt!! – werd’s meinen Freunden weiterempfehlen.”

“Nachdenkenswert, nachspürenswert, nachahmenswert – auf jeden Fall nachhaltig verinnerlicht … so saß ich am Ende der sehr authentisch und lebensecht inszenierten Theateraufführung des Zwei-Personen-Stückes.”

Nach einem Berufsleben als Lehrer hat sich Helmut Meier seinen Lebensabend ganz anders vorgestellt. Seit dem Tod seiner Frau vor 20 Jahren und seit seiner Pensionierung dreht sich seine kleine Welt nur noch um die Erhaltung seiner angeschlagenen Gesundheit, die Zeitung und den Fernseher. Ganz anders sein Sohn Kai. Als Workaholic und Manager eines aufstrebenden Unternehmens steht er vor dem bedeutendsten Sprung seiner Karriere: ein Neustart in Singapur. Um sich von seinem schlechten Gewissen zu entlasten, hat Kai seinem 75jährigen Vater eine luxuriöse Seniorenresidenz schmackhaft gemacht. Die Hausratsauflösung unter Kais Regie konfrontiert die beiden am letzten Abend mit der gemeinsamen Vergangenheit. Aufkommende Erinnerungen lassen vergrabene Gefühle ans Licht kommen und machen deutlich, wie sehr die vergangenen Ereignisse noch nachwirken und wie beide unter ihrer distanzierten und festgefahrenen Beziehung leiden. Als Kai eine Karte entdeckt mit dem Spruch „Es dauert lange, bis man jung wird“, wacht Helmut plötzlich auf. Er beginnt über sein Leben, sich selber und eine mögliche Zukunft nachzudenken. In der Nacht wird er Zeuge eines aufwühlenden Traumes, der ihn zu einer Entscheidung bewegt. Dadurch wird auch das Lebenskonzept von Kai durcheinandergebracht, der unter seiner glänzenden Fassade eine Wirklichkeit entdeckt, die ihn erschrecken lässt. 

 

ein Stück von Karlo Müller

in den Rollen: Helmut Meier -Ferdinand Rother Kai Meier – Karlo Müller

Regie - Ferdinand Rother

Eine Anstiftung
Es geht um den Graben, der zwei Generatio­nen voneinander trennt und die Möglichkeit ihn zu überwinden; um die Sehnsucht nach Nähe und der gleichzeitigen Angst davor. Es geht um Identitäten und Selbstbilder, um den Weg der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und dem bisherigen Lebensentwurf; dem Bemühen der Versöhnung mit sich selbst den Menschen, die einem am nächsten sind. Es geht um das Älterwerden ab der Lebensmitte im Sinne einer wachsenden Offenheit für das, was das Leben noch bereithält: um die Entwicklung des eigenen Potenzials, an das man oft nicht mehr glaubt. Es geht um die Herausforderung, in der zweiten Lebenshälfte neue Wege zu gehen: aus dem Rest des Lebens das Beste des Lebens zu machen.

 

Trailer zum Theaterstück

Flyer zur Ansicht